Wie sich ein Haus aus den 60ern an neue Lebensbedürfnisse anpassen lässt

Vor kurzem wurde ich für eine Sanierungsmaßnahme inklusive Anbaus beauftragt. Das Gebäude wurde in den 60ern realisiert und zeigt den Charme der damaligen Zeit. Einiges ist über die Jahre mit den Nutzern mit gewachsen, aber momentan entspricht die Aufteilung nicht mehr den aktuellen Bedürfnissen.
Der Bauherr hat das klare Ziel aus einer Nutzungseinheit zwei zu realisieren. Bei der vor Ort Begehung wurde schnell klar, wie klein die Bestandsküche und das Badezimmer im Erdgeschoß sind. Die Treppe ist sehr schmal und beengend, das Dach im 2. Obergeschoss darf zu Wohnzwecken ausgebaut und das alte Treppenhaus durch Wohnfläche ersetzt werden. Damit aber alle Parteien unabhängig voneinander die Wohneinheiten dieses Endreihenhauses betreten können, darf ein Anbau eines Treppenraumes an der Westseite eingeplant werden.
Das Projekt ist zauberhaft und lässt mein Architektinnenherz höher schlagen.
Mit nur wenigen Handgriffen lässt sich ein geräumiger Wohnbereich mit einer offenen Küche realisieren und mit dem Rückbau einer Trennwand kann auch das Badezimmer im Erdgeschoß vergrößert werden. Der Anbau des Treppenraumes passt sich an den Bestand an, bietet genug Stauraum und verbindet alle Geschosse mit einer zweiläufigen Treppe.
Aus alledem entwickelt sich gerade eine harmonische Vorplanung und ich kann jedem ans Herz legen, den Mut aufzubringen, den eigenen Bestand von einer Architektin sichten zu lassen. Und wer weiß? Vielleicht entwickelt sich eine wundervolle Zusammenarbeit und am Ende hast du auch noch einen in sich stimmigen neuen Grundriss mit Feng-Shui Einwirkungen.
